Der Ton ist rau. Der Saal erregt.
Die Wut wie echt. Der Redner bebt.
Viel falscher Stolz. Viel wahres Gift.
Betroffenheit, die tödlich trifft.
Die Pathos-Taste durchgedrückt.
Noch schnell ein Gag – auch der geglückt.
Ein Seitenhieb dem Vis-a-vis.
Und alles für die Galerie…

Ob Hohes Haus, ob Käseblatt,
ich hab den Affenfelsen satt.
Statt sich zu finden, findet statt,
was stattzufinden hat.
Ich hab den Affenfelsen satt!

Manch Beule ziert des Kämpfers Helm.
Auch die vom Feind, bemerkt ein Schelm.
Killer-Instinkt und Stallgeruch
sind Referenz mehr als genug.
Ist das Revier erst mal markiert,
dass sich kein Konkurrent verirrt,
gibt man den Kumpel, das Genie.
Und alles für die Galerie…
Ob Hohes Haus, ob Käseblatt,
ich hab den Affenfelsen satt.
Statt sich zu finden, findet statt,
was stattzufinden hat.
Ich hab den Affenfelsen satt!

Die Alpha-Tiere halten Hof.
Die Gamma-Tierchen hält man doof.
Nur Narren fragen ungefragt.
Vor allem wichtig, wer was sagt.
Wir stimmen zu. Wir stimmen ab.
Oh, wird das eng. Oh, ist das knapp.
Jetzt oder nie! Wir oder die!
Und alles für die Galerie…

Ob Hohes Haus, ob Käseblatt,
ich hab den Affenfelsen satt.
Statt sich zu finden, findet statt,
was stattzufinden hat.
Ich hab den Affenfelsen satt!

 

Auf den Stufen des Throns: Die gemeuchelten Boten.
Im Schatten Claqueure und nützliche Symbioten.
Man bringt sich in Sicherheit oder bringt sich um,
für die erste Reihe im Panoptikum,
für die erste Reihe im Panoptikum.

Viel Diagnose, null Rezept.
Viel Kommentar, nur kein Konzept.
Viel Feind, viel Ehr, viel Pulverdampf.
Viel Kriegsgeheul und wenig Kampf.
Das größte Rudel, das hat Recht.
Der Rest schiebt Frust und lebt nicht schlecht.
Die Lage kritisch wie noch nie.
Vor allem für die Galerie!

Ich hab den Affenfelsen,
ich hab den Affenfelsen,
ich hab den Affenfelsen satt!